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Kremmen noch immer ungeschlagen

12.10.2018

Was war das nur für ein Spieltag am letzten Samstag.
Zu Gast die Männer aus Rehbrücke und die kleinen Pupsis aus Potsdam.
Der treue Leser weiß inzwischen, dass das kremmener Verhältnis zu den Potsdamer Schul-kindmannschaften immer schon ein besonderes war…und das bleibt auch so.

Der Ersatzgeschwächte Gastgeber Kremmen ging mit Null Erwartungen in den Spieltag, da zwei harte Gegner auf dem Programm standen und sich der Kader zum Spieltag hin immer mehr ausdünnte. Klar, wer nicht spielt, kann auch am Ende nicht schuld sein.

Und so begannen wir unser erstes Spiel der Saison mit dem Motivationsgedanken „Hauptsa-che Spaß“ und „Bier in der Wasserflasche sieht auch aus wie Apfelschorle“.
Und so unbeschwert wie man nun mal sein kann, so hart reißt es einen dann auch schon aus der Schwerelosigkeit ins harte Landesklasse Leben zurück – wenn dann nämlich halbstarke 15 Jährige meinen, hier ein Ding nach dem anderen vom Stapel zu lassen.
Bitte, jetzt nicht falsch verstehen.
Nachwuchs ist wichtig und man soll die Jugend so früh wie möglich an den Sport heranfüh-ren.
Aber auch die Kremmen-Chippendales kommen einmal in ein Alter, in dem man von der jün-geren Generation Respekt verlangt.
In Potsdam steht das wohl nicht auf dem Lehrplan.
Wenn das Geburtsjahr der Hälfte der Gegnermannschaft laut Spielerpässen mit einer „2“ beginnt, fühlst du dich im ersten Moment echt alt. Wenn dann Mannschaftsgesänge wie: „Dafür bist du noch zu klein“ oder „Bauer raus“ anklingen, muss das schon mal ne Respekt-schelle vom großen Onkel Kremmen geben – und wenn schon nicht auf dem Feld, dann we-nigstens mit Schmackes auf dem Papier. Nimm das, Justin-Bieber-Gedächtnisfrisur.
Aber ohne mich jetzt im Rausch der Gerechtigkeit verlieren zu wollen, hier noch kurz eine Zusammenfassung des Spiels gegen SC Popelnase Potsdam.

Der erste Satz war wirklich spannend mit anzusehen. Kremmen konnte sich bei der ersten Auszeit von Potsdam schon mit 17:13 behaupten und baute die Führung bis zum 22:17 weiter aus. Jetzt noch kurze Konzentrationsphase und der erste Satz war gewonnen – hätte es heißen können. Stattdessen kam die pädagogische Ader in uns zum Vorschein. Also haben wir uns alle in einen Kreis gesetzt und Kumbaya gesungen. Irgendwo im Hintergrund prasselte ein Lagerfeuer. Es war schön. Und so schenkten wir den Kindern vom Bahnhof Potsdam den ersten Satz mit 26:28. Bitteschön.
Voll motiviert und vom Ehrgeiz gepackt bestritten wir zugleich den zweiten Satz. Hier zeigte sich, wo der Frosch die Locken hat und Kremmen gewann souverän 25:19.
Auch den dritten Satz konnte Kremmen nach einer 18:14 Führung am Ende locker verlieren. 25:27.
Den vierten Satz dann wiederum klar mit 25:10 dominiert. Hier darf unser Mucki nicht uner-wähnt bleiben, der eine 10er Aufschlagserie aufs Parkett zimmerte.
Am Ende die Lieblingsdisziplin von Kremmen: TIEBREAK.
Der 5. und letzte Satz, da zeigt sich meist erst die wahre Qualität einer Mannschaft. Diese Zerreisprobe für Körper und Geist trennt am Ende eine jede Spreu (hier in dem Fall noch eine minderjährige) vom siegreichen, athletisch-ästhetischen Weizen.
Ich denke es muss nicht nochmal betont werden, wer hier nur gewinnen konnte. Wer hier dem Bären am Sack krault, der muss eben mit ner Schelle rechnen. 15:9, Satz und Sieg für Kremmen beim ersten Heimspiel der Saison.

Das zweite Spiel der Saison ging gegen die Mannschaft aus Rehbrücke.
Die Spiele aus der Vergangenheit waren immer sehr schwer und heiß umkämpft, daher ging man hier auch mit einer gewissen Anspannung aufs Feld.
Das wusste jedoch unser Neuzugang Johann nicht, also kloppte er dann erstmal 9 Asse bzw. Fast-Asse ins Gegnerfeld. Auf der eigenen Feldhälfte versuchte man sich indes warm zu halten. Bei einem Startbonus von 17:5 kann selbst eine Mannschaft wie Kremmen nix mehr verbocken. Und so war der Satz dann auch Ruckzuck nach 15min vorbei mit einem 25:11 Endstand.
Im zweiten Satz schienen sich die Gäste dann schon etwas mehr gefangen zu haben, doch für eine ernsthafte Bedrohung reichte es auch hier nicht aus. Konstant haben wir unseren Stiefel runtergespielt – es schien gut zu funktionieren, auch unser Block wusste die gegneri-schen Angreifer zu ärgern. 25:17
Im dritten Satz kam dann die Entscheidung – nämlich noch einen Satz zu spielen.
Rehbrücke ließ, obwohl beide Sätze überhaupt nicht zu laufen schienen, den Kopf nicht hängen und schaffte es, sich jedes Mal erneut zu motivieren. Diese Geistesstärke ist bewun-dernswert und zeigt, dass eben noch nichts entschieden ist, solange das Spiel läuft.
Rehbrücke also neu motiviert und deutlich sicherer jetzt auch in der Annahme, riss den Satz gleich zu Beginn schon an sich und Kremmen kämpfte sich zwar immer an einen Punkt ran, konnte jedoch nicht überholen. Denkbar knapp gewannen hier die Gäste mit 25:23.
Kremmen war klar, dass sie das nicht so hinnehmen konnten und legte jetzt noch eine Schippe drauf um als Gastgeber hier siegreich rauszugehen. Und so schafften wir es, eine maximale Ausbeute von 17 Punkten zu erzielen. Endstand 17:25. 
Rehbrücke, im ersten Satz noch garnicht anwesend, war jetzt mit uns Satzgleich.
TIEBREAK – geil.
Gibt auch nichts besseres, als ein Spiel 2:0 zu dominieren um dann am Ende in den 5. Satz zu gehen…die Stimmung hätte nicht besser sein können.
Aber jetzt mal Butter bei die Fische. Mentale Stärke hin oder her. Der Tiebreak macht seine eigenen Gesetze und dieser wilde Gaul kann nun mal nur von einem geritten werden – und der heisst Kremmener SV. Yihaaw.
So war es auch nicht verwunderlich, dass wir am Anfang mit 0:4 zurück lagen. Auszeit. Jetzt nochmal alle Kräfte mobilisieren. Jeder nochmal kurz an der Apfelschorle vom Trainer nippen und dann ab dafür!
Den Seitenwechsel haben wir dominiert und unterm Strich waren bei uns die Nerven härter und die Schläge riskanter – was uns letzten Endes den Sieg bei 15:13 brachte.

Nach 10 gespielten Sätzen und 4 erbeuteten Punkten sind wir gespannt, was die nächsten Spieltage für uns bereithalten.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Kremmen noch immer ungeschlagen