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Veranstaltungs-Ticker

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Saisonauftakt der Brandenburgliga 2026/2027

Zum Saisonauftakt der Brandenburgliga 2026/2027 reisten die Mannen der 1. Herrenmannschaft des Kremmener SV in die altehrwürdige Sporthalle der Potsdamer Heinrich-Mann-Allee. Hier erwarteten die begeisterten Edelfans Spiele gegen die zweite und dritte Vertretung des SC Potsdam sowie viel DDR-Charme.

 

Nach einer eher dahinplätschernden vergangenen Saison folgte im Sommer ein mittelschwerer Umbruch im Kader und auf dem Trainerstuhl. Sechs Neuzugänge & zwei Rückkehrer verpflichteten sich, ihre Freizeit dem semiprofessionellen „Heiße Kartoffel“-Spiel künftig in Gelb und Blau zu opfern. Dabei begleitet das Trainerduo Goliasch Fechner die Truppe im Training und auf Reisen durch die Mark Brandenburg. Die erste Auswärtsfahrt der Saison begann mit zwei ernüchternden Nachrichten aus Potsdam. Dem vorverlegten Spielbeginn auf 10 Uhr begegnete man noch humorvoll. Die Ansetzung auf einem Hallendrittel war dann aber fast einer zu viel. Das einzig Positive an der vernachlässigten Landesspielordnung war die uneinheitliche Spielkleidung dank Mittelblocker 2/2, der bereits vor dem ersten gespielten Ball die Mannschaftskasse dreimal klingeln ließ.

 

Nachdem das wenig spaßbereite Schiedsgericht sich auch pünktlich um 10:02 Uhr in der Halle einfand, konnte der Klassiker der letzten Saisons beginnen. Mit dem punktuell leicht veränderten Väter-Ensemble des SCP 2 einigte man sich zu Spielbeginn auf ein lockeres Abtasten, ehe Kapitän Chris Hannemann die überlegene Athletik seiner Außenangreifer gekonnt in Szene setzte und den ersten Satz komfortabel zu 19 gewann. Satz 2 startete direkt mit einer Hiobsbotschaft. Die Kremmener Pritschmaus Hanne wollte einmal austesten, wie viel Druck sein Fußgelenk denn wirklich aushält. Spoileralert: weniger als erhofft, RTW und zwischenzeitlich 6 von 6 Spielern, die letzte Saison noch nicht für den KSV spielten. So brauchte man anderthalb Sätze, um sich vom Schock zu erholen, während Potsdam Satz 2 deutlich gewann. Auch in Satz drei und vier rauschte es sowohl in der offensiven als auch defensiven Abstimmung ordentlich. Gerade noch rechtzeitig zogen die Kremmener Boys in der vierten Crunchtime das Niveau an und baten nach einem sehr umkämpften 27:25 zu Satz Nr. 5. Hier startete man schwungvoll mit einer soliden Blockarbeit und führte zwischenzeitlich mit 7:3. Aber auch die diskutierfreudigen Landeshauptstädter fanden den Faden wieder und sorgten direkt im ersten Saisonspiel für einen echten Krimi. Durch ein beidseitig stabiles Sideout entschied die letztendlich bessere Blockarbeit den doppelten Punktgewinn für den KSV.

Für das zweite Spiel des Tages bot sich die Zuschauerrolle fürs Kräftesammeln an. Die spätpubertäre dritte Vertretung des SCP startete motiviert und zeigte in den Sätzen 1 und 3, dass die technisch top ausgebildeten Jungs auch wirklich zocken können. Letztendlich waren die handgestoppten 24 Energy Drinks jedoch zu knapp bemessen, um SCP 2 wirklich gefährlich zu werden.

 

Im letzten Spiel des Tages merkte man die fünf Sätze aus Spiel Nr. 1 deutlich. Ohne wirklich viel Esprit zu versprühen, zogen die KSVler dreimal die Crunchtime an sich und gewannen mal mehr, mal weniger souverän 3:0 (19, 20, 21). Mit 1000 Jahren Volleyball-Erfahrung agierte man deutlich abgezockter, ohne wirklich etwas anbrennen zu lassen, und kam seinem Erziehungsauftrag unaufgefordert nach. Gott sei Dank hatte niemand einen Livestream an, das wäre sonst eine astreine Nasenbluten-Compilation auf beiden Seiten geworden.


Am Ende des Tages schaut man bittersüß auf das Potsdamer Tagwerk. Zwar konnte man dem Tagesmotto „Egal, wer gewinnt, Hauptsache, Potsdam verliert“ gerecht werden und 5 Punkte hamstern. In Anbetracht des verletzten Kapitäns und des verlorenen 6. Punktes sind die Kosten dafür jedoch ziemlich hoch anzusetzen. Nicht unerwähnt bleiben soll das leckere Frischgezapfte aus dem Hause Rosseck nach Spielende. Wir kommen gerne wieder, irgendwann müssen wir Hanne ja aus dem Bergmann-Klinikum einsammeln. Gute Besserung an dieser Stelle!


Weiter geht es am 07.11. im Eispalast zu Werder. Wir üben schon mal Schlittschuhfahren und Kaltduschen. Neben den Gastgebern steht auch der Aufsteiger und Titelfavorit Brandenburg auf der Tagesordnung. Bleibt gespannt, Bericht folgt.

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Veröffentlichung

Mi, 07. Oktober 2026

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